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Der SCHMUGGLER-PFAD in Namborn
Geheimnisvolle Pfade, verwitterte Grenzsteine und allerlei Geschichten...

Schmuggler-Pfad das klingt geheimnisvoll und zugleich ein bisschen verboten. Und geschmuggelt wurde viel im Laufe der Jahrhunderte rund um Namborn. Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass hier bereits seit dem frühen Mittelalter uralte Hochgerichtsgrenzen das Land trennten, heute unsichtbar und längst vergessen.
Die historische Grenze zwischen dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und dem mächtigen Erzbistum und Kurstaat Trier (16. bis Ende 18. Jh.) spaltete zudem die Bevölkerung in Protestanten und Katholiken.
Der „Wiener Kongress“ (1814) brachte die kuriose Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Coburg und dem Großherzogtum Oldenburg in unseren Breiten zustande. Ideale Bedingungen also für den "kleinen" Grenzverkehr...
Und so blühte der Schmuggel über die Grenzen hinweg. Die Gründe dafür waren vielfältig. Mangel an bestimmten Gütern auf einer Seite, Angebot auf der anderen, hohe Zölle und unterschiedliche Gesetzgebung der Territorialherren, Verbote und Strafen förderten den heimlichen, illegalen Grenzübertritt.
Nach dem ersten Weltkrieg, während der letzten Hochblüte des Schmuggels an der Grenze zwischen dem „Saargebiet“ und dem „Deutschen Reich“ (1920 1935), lag der Hauptgrund in dem starken französischen Franken an der Saar und der inflationären Reichsmark im „Reich“. Noch heute berichten Zeitzeugen von regem Schmugglerwesen und gehörten Schüssen zu nächtlicher Stunde.
Etliche Male kreuzt der 13 Kilometer lange „Schmuggler-Pfad“ die beschriebenen Grenzen und ein beachtliches Stück säumen stumme Zeugen jener ereignisreichen Zeit den Weg, verwittert, gerissen und geschunden Grenzsteine als Denkmäler, eingeschlagen das S für Saargebiet und D für Deutsches Reich.
Um die Gehweiler Mühle herum und dort den Pfad aufwärts wird die Wiege der Siedlungsgeschichte des Tales vermutet. Hügelgräber aus der Zeit um 400 v. Chr., Brandgräber aus der Römerzeit (50 v. 350 n. Chr.) und der Platz des schon vor dem 15. Jh. verlassenen Dorfes Ratzweiler gegenüber dem Mühleneingang zeugen von einer bis heute durchgehenden Besiedlung im oberen Tal.
Hebt sich der Blick von geschichtsträchtigem Boden, nachdem man vielleicht noch ein Hügelgrab entdeckt hat, umfängt einen das angenehme Flair der harmonischen Landschaft des Hunsrückvorlandes von neuem.
Doch nicht nur Historisches steht auf der erlebnisreichen Wander-Agenda des "Schmuggler-Pfades". Hinzu kommen herrliche Aussichten über schmucke Dörfer und sanfte Hügel bis zum fernen Horizont, wo im Norden der Hunsrück mit seiner höchsten Erhebung, dem Erbeskopf, im Westen der Schaumberg oder auch im Süden die Göttelborner Höhe, der Rand des Saarkohlebeckens, den Blick begrenzen.
Die Wassertretanlage Farthelborn lädt unterdessen dazu ein, heißgelaufenen Füßen angenehme Kühlung zu verschaffen.
Sollte nach vollbrachter Wanderung der Sinn nach noch mehr schöner Aussicht und Kulturhistorik stehen, 300 m vom Ausgangspunkt entfernt wartet die Liebenburg auf ihre Entdeckung...

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