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Der TIEFENBACH-PFAD in St. Wendel
Ein verwunschenes Bachtal, mystische Baumriesen, regionale Produkte, anspruchsvolle Kletter-Passagen und mächtige Aussichtskanzeln...

Im Land des heiligen Wendelinus sind Stille, Unberührtheit und magische Plätze wahre Markenzeichen. Der neu geschaffene "Tiefenbach-Pfad" rund um St. Wendels Hausberg, den Bosenberg mixt gekonnt malerische Plätze, unberührte Naturschönheiten und teilweise fast spirituelle Passagen zu einem hochattraktiven Wander-Cocktail, der den Prüfern des Deutschen Wanderinstitutes immerhin 74 Erlebnispunkte wert war!
Streckenbeschreibung:
Wir starten am Wendelinushof, dem ehemaligen Bauernhof der Steyler Missionare, der bis heute bewirtschaftet wird. Gelegenheit sich für die anstehende Tour mit schmackhaften Produkten aus der Region einzudecken.
Dann geht´s um den dicht bewaldeten, 485 Meter hohen Bosenberg herum, jenen Berg, der dem historischen St. Wendel im 6. Jahrhundert seinen Namen gab: Basonvillare.
Mit Höhepunkt der Wendelinusverehrung im 11. Jahrhundert wurde daraus übrigens das heutige "St. Wendel".
Erstes Highlight:
ein alter, verlassener Steinbruch in der Nähe von Urweiler, heute Lebensraum für viele wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Der Ort ist nicht nur malerisch, er verlangt auch nach der einen oder anderen Kletterpartie durch mächtige Gesteinsformationen. Kurz danach erreichen wir ein Naturdenkmal der besonderen Art: die Leitersweiler Buchen. Die knorrigen, etwa 250 bis 300 Jahre alten Baumriesen laden zur Rast förmlich ein. Im Schatten ihrer mächtigen Laubkronen lässt es sich herrlich relaxen. Von hier ist es nun nicht mehr weit ins malerische Tiefenbachtal, und die Aussicht auf das Örtchen Leitersweiler mit den umgebenden Hunsrückhöhen ist ebenfalls vom Feinsten...
Wir folgen nun dem leise plätschernden Bachlauf, wechseln ab und an die Ufer und genießen die Stille der Natur. Am Bergmannsbrunnen, dessen Wasser noch heute so klar sprudelt, wie damals, als hier die Bergleute auf dem Weg zur Arbeit ihren Durst stillten.
Am Fledermauskopf genießen wir wieder einmal eine herrliche Fernsicht auf die Umgebung des Sankt Wendeler Landes. In der Ferne thront fast majestätisch der 568 Meter Hohe Schaumberg, eine der höchsten Erhebungen der Region- Ebenso schweift unser Blick über die Bergkuppen des östlichen Saarlandes und linker Hand blicken wir hinein ins bäuerlich geprägte Ostertal. Die Stille, die Landschaft, die Fernsicht ein Platz, um in uns zu kehren...
Passend dazu stoßen wir wenig später auf den Wendelinus-Rundweg, einen von vier Pilgerwegen im Sankt Wendeler Land. Wer will kann hier bereits abkürzen. Einfach an dieser Stelle geradeaus zum Wendelinushof wandern, macht summa summarum 10 Kilometer Gesamt-Wegstrecke.
Wer weiter dem Tiefenbach-Pfad folgt, den erwarten zwei idyllische Kerbtäler, bevor wir auf den Panoramaweg treffen. Von dort aus bietet sich ein weiter Blick in den St. Wendeler Kessel. Rechts steht ganz markant das Missionshaus, das der heilig gesprochene Arnold Janssen 1898 gegründet hat. Im angeschlossen Museum für Völkerkunde am Missionshaus sind Kult-, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände fremdländischer Kulturen zu sehen, die die Patres von ihrer Missionstätigkeit mit nach St. Wendel gebracht haben. Die Tour endet am Wendalinushof, ideal für eine kleine Stärkung im idyllischen Biergarten...
Kleiner Tipp: Nach der Wanderung auf dem Tiefenbach-Pfad sollten Sie sich unbedingt noch die Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung nehmen. Sehenswert ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende spätgotische Basilika, in der die Gebeine des hl. Wendelinus in einem Hochgrab am Altar beigesetzt sind. Übrigens seit dem Mittelalter ein beliebtes Wallfahrtsziel. Gemütlich ist der mittelalterlich geprägte Stadtkern von St. Wendel. Man spürt förmlich den französisch geprägten Charme: Straßencafes, Kneipen und Biergärten laden zum Verweilen ein...

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